GIN

Darf es eine Spirituose sein, die derzeit vor allem bei den Deutschen im Trend liegt? Dann empfiehlt sich die Investition in Gin. Der Wacholderschnaps ist in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Das Faszinierende am Gin aus Deutschland und aus anderen Ländern ist, dass nur eine Zutat – die Wacholderbeeren – vorgeschrieben ist. Weit mehr als 100 andere pflanzliche Zutaten, die man Botanicals nennt, können für seine Aromatisierung verwendet werden, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Kein Wunder, dass immer mehr Bundesbürger Gin kaufen oder sogar herstellen wollen! mehr lesen  (Sprungpunkt)

Wer hat Gin erfunden?

Die meisten von uns denken beim Gin an England, doch das ist nur bedingt korrekt. Die Niederländer haben den Gin erfunden, und das im 17. Jahrhundert. Ein Arzt dachte sich ein Destillat mit den ätherischen Ölen von Wacholder sowie anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen aus. Was ursprünglich als "Medizin" gedacht war, entwickelte sich allmählich zu einer Spirituose. Niederländische Soldaten brachten die Briten hiermit in Kontakt, und so entwickelte sich aus dem Genever / Jenever aus Holland der heute allseits bekannte Gin aus England. Die Engländer entwickelten die Spirituose im Laufe der Zeit weiter. Heute schießen auch die Hersteller von Gin aus Deutschland und anderen europäischen Ländern wie Pilze aus dem Boden. So bietet die Märkische Spezialitätenbrennerei Gin von Marken wie Edelstahl und Hausberg sowie den coolen Gin-Limetten-Likör. Und wer hat Gin Tonic erfunden? Den G&T haben wir den Engländern zu verdanken, die in indischen Kolonien mit Chinin gegen Malaria ankämpften und daraus das bittere Tonic Water sowie den angenehmer zu trinkenden Longdrink kreierten.

Gin: die besten Sorten

Welche Gin-Sorten gibt es? Der Klassiker schlechthin ist der Dry Gin. Bei ihm ist der Name Befehl, denn "dry" bedeutet trocken. Dieser Gin-Stil ist mehrere Jahrhunderte alt. Auch deutscher Gin ist oft Teil dieser beliebten Kategorie. Meist reichen wenige Botanicals aus, um für ein klassisches Profil mit deutlichen Wacholdernoten zu sorgen. In der Regel trifft man auch auf Koriander und Zitrusfrüchte. Hiermit eng verwandt ist der London Dry Gin, teilweise London Gin geschrieben. Er muss nicht etwa in London produziert werden; vielmehr handelt es sich um einen Oberbegriff, der bestimmte Vorschriften mit sich bringt. So werden beim London Dry Gin alle Zutaten zusammen gebrannt und es dürfen keine Zusätze oder Veränderungen wie ein Süßen erfolgen.

Auf der Suche nach Alternativen? Wie wäre es mit dem modernen New Western Dry Gin? Dieser Stil ist erst seit wenigen Jahren in Umlauf, und so manch ein innovativer Gin aus Deutschland kann als solcher klassifiziert werden. Das Ziel beim Western Dry Gin ist es, die Wacholdernoten etwas in den Hintergrund zu verdrängen und stattdessen den übrigen Zutaten eine Chance zum Brillieren zu geben. Manche dieser Spirituosen sind exotische Experimente mit besonders vielen oder raren Botanicals. Es finden sich auch fruchtige Gins oder solche, die ein mediterranes, asiatisches oder afrikanisches Flair ausstrahlen. Für gewisse Cocktails mit Gin verwendet man sogenannten Old Tom Gin, der eine dezente Süße aufweist. Noch süßer ist der Sloe Gin, der genau genommen ein Likör ist und mit Schlehenbeeren verfeinert wurde.

Während traditioneller Gin aus Deutschland und anderen Ländern farblos ist, leuchtet er rot. Ab und zu begegnet man auch farbigen Destillaten, wobei der Pink Gin in Rosa derzeit im Trend liegt. Ein golden bis bräunlich leuchtender Wacholderschnaps ist wahrscheinlich ein rarer Cask/Barrel Aged Gin bzw. Reserve Gin, der eine Zeit lang in Holzfässern lagern durfte. Damit hat man auch gleich die Antwort auf die häufig gestellte Frage: Warum ist Gin klar? Im Regelfall wird der Wacholderschnaps nämlich wie Obstbrand oder Vodka nicht im Holzfass gereift.

Welche Kräuter im Gin?

Wie wird Gin hergestellt? Die Basis ist neutraler Alkohol aus der landwirtschaftlichen Gewinnung. Er basiert meist auf Getreide, aber es gibt Ausnahmen, die z. B. Kartoffeln oder Weintrauben als Rohstoff verwenden. Für die Aromatisierung im Zuge der Destillation braucht man auf jeden Fall die obligatorischen Wacholderbeeren. Weitere gängige Botanicals sind Koriander, Iriswurzel, Angelikawurzel, Zitronen- und Orangenschalen, Anis, Zimt und Lakritze. Diverse weitere Gewürze, Kräuter, Blüten, Wurzeln, Früchte und andere Zutaten kommen durch ihre Aromen infrage.

Wie Gin trinken, und wie Gin servieren?

Stellt man sich die Frage "Wie Gin genießen?", dann hat man im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder trinkt man ihn pur, was sich vor allem bei den hochwertigen Premium-Produkten, den Exoten und den luxuriösen Raritäten anbietet. Oder man nutzt den Gin zum Mixen von Cocktails und Longdrinks. Welche Cocktails mit Gin gibt es? Der wohl bekannteste Longdrink ist der Gin & Tonic. Viele weitere Gin-Cocktails wie Negroni und Martini sind ebenfalls populär. Manche Cocktailrezepte sehen trockenen Gin vor, andere schmecken besser mit einem süßen, würzigen oder fruchtigen Gin. Die besten Gin Cocktails sind im Handumdrehen gemixt und lassen die Botanicals der Spirituose zum Ausdruck kommen. Probieren geht hier über Studieren, denn welcher Gin zu welchem Tonic passt und welcher Gin zum Mixen geeignet ist, das findet man nicht auf Anhieb heraus! Gin: welches Glas? Ein Tumbler empfiehlt sich für den regulären Genuss, während Cocktailgläser und Longdrinkgläser für Mixgetränke wie Gin & Tonic zum Tragen kommen.

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GIN

Darf es eine Spirituose sein, die derzeit vor allem bei den Deutschen im Trend liegt? Dann empfiehlt sich die Investition in Gin. Der Wacholderschnaps ist in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Das Faszinierende am Gin aus Deutschland und aus anderen Ländern ist, dass nur eine Zutat – die Wacholderbeeren – vorgeschrieben ist. Weit mehr als 100 andere pflanzliche Zutaten, die man Botanicals nennt, können für seine Aromatisierung verwendet werden, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Kein Wunder, dass immer mehr Bundesbürger Gin kaufen oder sogar herstellen wollen! mehr lesen  (Sprungpunkt)

Wer hat Gin erfunden?

Die meisten von uns denken beim Gin an England, doch das ist nur bedingt korrekt. Die Niederländer haben den Gin erfunden, und das im 17. Jahrhundert. Ein Arzt dachte sich ein Destillat mit den ätherischen Ölen von Wacholder sowie anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen aus. Was ursprünglich als "Medizin" gedacht war, entwickelte sich allmählich zu einer Spirituose. Niederländische Soldaten brachten die Briten hiermit in Kontakt, und so entwickelte sich aus dem Genever / Jenever aus Holland der heute allseits bekannte Gin aus England. Die Engländer entwickelten die Spirituose im Laufe der Zeit weiter. Heute schießen auch die Hersteller von Gin aus Deutschland und anderen europäischen Ländern wie Pilze aus dem Boden. So bietet die Märkische Spezialitätenbrennerei Gin von Marken wie Edelstahl und Hausberg sowie den coolen Gin-Limetten-Likör. Und wer hat Gin Tonic erfunden? Den G&T haben wir den Engländern zu verdanken, die in indischen Kolonien mit Chinin gegen Malaria ankämpften und daraus das bittere Tonic Water sowie den angenehmer zu trinkenden Longdrink kreierten.

Gin: die besten Sorten

Welche Gin-Sorten gibt es? Der Klassiker schlechthin ist der Dry Gin. Bei ihm ist der Name Befehl, denn "dry" bedeutet trocken. Dieser Gin-Stil ist mehrere Jahrhunderte alt. Auch deutscher Gin ist oft Teil dieser beliebten Kategorie. Meist reichen wenige Botanicals aus, um für ein klassisches Profil mit deutlichen Wacholdernoten zu sorgen. In der Regel trifft man auch auf Koriander und Zitrusfrüchte. Hiermit eng verwandt ist der London Dry Gin, teilweise London Gin geschrieben. Er muss nicht etwa in London produziert werden; vielmehr handelt es sich um einen Oberbegriff, der bestimmte Vorschriften mit sich bringt. So werden beim London Dry Gin alle Zutaten zusammen gebrannt und es dürfen keine Zusätze oder Veränderungen wie ein Süßen erfolgen.

Auf der Suche nach Alternativen? Wie wäre es mit dem modernen New Western Dry Gin? Dieser Stil ist erst seit wenigen Jahren in Umlauf, und so manch ein innovativer Gin aus Deutschland kann als solcher klassifiziert werden. Das Ziel beim Western Dry Gin ist es, die Wacholdernoten etwas in den Hintergrund zu verdrängen und stattdessen den übrigen Zutaten eine Chance zum Brillieren zu geben. Manche dieser Spirituosen sind exotische Experimente mit besonders vielen oder raren Botanicals. Es finden sich auch fruchtige Gins oder solche, die ein mediterranes, asiatisches oder afrikanisches Flair ausstrahlen. Für gewisse Cocktails mit Gin verwendet man sogenannten Old Tom Gin, der eine dezente Süße aufweist. Noch süßer ist der Sloe Gin, der genau genommen ein Likör ist und mit Schlehenbeeren verfeinert wurde.

Während traditioneller Gin aus Deutschland und anderen Ländern farblos ist, leuchtet er rot. Ab und zu begegnet man auch farbigen Destillaten, wobei der Pink Gin in Rosa derzeit im Trend liegt. Ein golden bis bräunlich leuchtender Wacholderschnaps ist wahrscheinlich ein rarer Cask/Barrel Aged Gin bzw. Reserve Gin, der eine Zeit lang in Holzfässern lagern durfte. Damit hat man auch gleich die Antwort auf die häufig gestellte Frage: Warum ist Gin klar? Im Regelfall wird der Wacholderschnaps nämlich wie Obstbrand oder Vodka nicht im Holzfass gereift.

Welche Kräuter im Gin?

Wie wird Gin hergestellt? Die Basis ist neutraler Alkohol aus der landwirtschaftlichen Gewinnung. Er basiert meist auf Getreide, aber es gibt Ausnahmen, die z. B. Kartoffeln oder Weintrauben als Rohstoff verwenden. Für die Aromatisierung im Zuge der Destillation braucht man auf jeden Fall die obligatorischen Wacholderbeeren. Weitere gängige Botanicals sind Koriander, Iriswurzel, Angelikawurzel, Zitronen- und Orangenschalen, Anis, Zimt und Lakritze. Diverse weitere Gewürze, Kräuter, Blüten, Wurzeln, Früchte und andere Zutaten kommen durch ihre Aromen infrage.

Wie Gin trinken, und wie Gin servieren?

Stellt man sich die Frage "Wie Gin genießen?", dann hat man im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder trinkt man ihn pur, was sich vor allem bei den hochwertigen Premium-Produkten, den Exoten und den luxuriösen Raritäten anbietet. Oder man nutzt den Gin zum Mixen von Cocktails und Longdrinks. Welche Cocktails mit Gin gibt es? Der wohl bekannteste Longdrink ist der Gin & Tonic. Viele weitere Gin-Cocktails wie Negroni und Martini sind ebenfalls populär. Manche Cocktailrezepte sehen trockenen Gin vor, andere schmecken besser mit einem süßen, würzigen oder fruchtigen Gin. Die besten Gin Cocktails sind im Handumdrehen gemixt und lassen die Botanicals der Spirituose zum Ausdruck kommen. Probieren geht hier über Studieren, denn welcher Gin zu welchem Tonic passt und welcher Gin zum Mixen geeignet ist, das findet man nicht auf Anhieb heraus! Gin: welches Glas? Ein Tumbler empfiehlt sich für den regulären Genuss, während Cocktailgläser und Longdrinkgläser für Mixgetränke wie Gin & Tonic zum Tragen kommen.

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